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Textile Rohstoffe?

Wir alle sind Tag und Nacht von Textilen umgeben. Aus unserer modernen Welt sind sie nicht wegzudenken. Aus was werden diese Alltagsgegenstände wie z.B. Schlafdecken und Kissen hergestellt? Wir möchten Ihnen hiermit einige grundlegende Informationen zu den gebräuchlichsten textilen Rohstoffen geben:

 

1. Baumwolle

 

Baumwolle ist die am weitesten verbreitete natürliche Faser der Welt. Sie wird seit Jahrtausenden kultiviert und ist in einer Vielzahl von Produkten, vom T-Shirt über Handtücher bis zu Bettdecken, Matratzen und Plaids verbreitet. Baumwolle wächst in Sträuchern und wird meist als Monokultur angebaut. Hauptanbauländer sind u.a. China, USA, Pakistan und Usbekistan. In kleineren Mengen wird Baumwolle auch in Europa, vor allem in Griechenland und Spanien angebaut.  Baumwolle wird als Agrarprodukt an der Börse gehandelt und ist ebenso wie z.B. Soja, Ziel von professionellen Anlegern. Der Baumwollmarkt ist weltweit organisiert.

 

Nachteile der Baumwolle sind der hohe Wasserverbrauch beim Anbau, wobei ein Kilo Baumwollfasern ca. 1.500 l Wasser benötigt um erntereif zu sein. Da es sich bei den Feldern überwiegend um Monokulturen handelt, ist auch der sehr hohe Einsatz von Agrarchemie kritisch zu sehen. Weiterhin steht die Baumwolle oft im Flächenwettstreit zu anderen Nutz- und Nahrungsplanzen.

 

2. Polyester

 

Polyester ist die am meisten verbreitete synthetische Faser der Welt. Sie hat heute die Baumwolle an Menge weit überholt und ist in unzähligen Varianten und Einsatzgebieten vertreten. Als erdölbasierte Chemiefaser hat sie gegenüber den natürlichen Fasern einige Vor- aber auch Nachteile. Polyester ist sehr robust und kann an unterschiedliche Einsatzgebiete angepasst werden. Es ist in nahezu allen Textilen vertreten und lässt sich gut mit anderen Fasern mischen.  Polyester wird oft auch zur Stabilisierung in Verbindung mit Naturfasern eingesetzt. Im Bekleidungsbereich ist es alleine eher ungeeignet, da es keine Feuchtigkeit aufnehmen kann und aus diesem Grund nur unzureichenden Tragekomfort bietet. Bestimmte Modifikationen verbessern das Verhalten ohne die Nachteile vollkommen ausgleichen zu können. Als Thermoplast ist es unter Temperatureinwirkung formbar, was ermöglicht, eine hohe Formstabilität zu erreichen. Bei Decken, Kissen und Matratzen findet man es häufig in Mischung mit anderen Fasern um eine höhere Stabilität zu erreichen. 

Schlafdecken aus reinem Polyester sind nicht atmungsaktiv und können keine Feuchtigkeit aufnehmen und bieten daher nur einen geringen Komfort. 

 

Weitere Informationen z.B. zum Waschen von Bettwaren finden Sie hier: Allergiker Tipps